Keiner befiehlt.

Alles passiert aus einem bestimmten Grund. Ich weiß, dieser Satz klingt abgedroschen, und jeder, der schonmal in einer Lebenskrise war oder gerade in einer steckt (*winkewinke*), möchte mich dafür verdreschen, wenn ich diesen Satz von mir gebe.

Aber ich glaube tatsächlich daran. Oft erschließt sich uns erst hinterher – oder noch schlimmer: gar nicht – wozu diese eine Sache gut war. Und nicht immer finden wir das gut und nicht selten hadern wir mit dem, was manche als „Schicksal“ bezeichnen. Ich nicht, ich mag das Wort nicht sonderlich. Aus keinem bestimmten Grund, vielleicht hat Professor Trelawney einmal zu häufig über das Schicksal geklagt – ich weiß es echt nicht.

Trotzdem macht diese Lebenseinstellung vieles leichter. Gerade jetzt, wo ich hier auf einer Bank sitze, und heute die Nachricht gekriegt habe, dass die Firma, bei der ich letzte Woche ein Vorstellungsgespräch hatte, mich abgelehnt hat. Wo ich gestern meinen MRT-Befund in der Post hatte, von dem ich nicht viel verstehe. Aber das, was ich verstehe, klingt dafür umso ungesünder.

Niemand hat jemals behauptet, dass Leben nur leicht und unbeschwert wäre. Schöne Momente gibt es immer und überall – man muss nur lernen, sie anzuerkennen. Brille putzen und mehr auf Kleinigkeiten schauen. Denn jeder von uns macht Fehler, weil jeder (nach meiner Auffassung) zum ersten Mal lebt. Jeder, wirklich jeder.

Gute Nacht, Freunde, auf ein letztes Glas im Stehen.

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Yes, I can.

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Es ist geschafft. Ich habe gestern meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Die Firma, in der ich am Montag ein Vorstellungs- und Kennenlerngespräch hatte, hat sich noch nicht final entschieden (bzw. hat zumindest noch keine Entscheidung mitgeteilt), aber dank kooperativer Ausbildung ist das kein Problem. Dieser Vertrag ist mit dem Träger der ganzen Geschichte geschlossen, die nun eben in der Bringschuld sind, was einen Kooperationspartner (= eine IT-Firma, die mich ausbildet) angeht. Auszubildende (ich), Ausbildende (Träger), Ausbilder (Kooperationsfirma) – diese Bezeichnungen sind absolut und typisch deutsch; drei Wörter, die für verschiedene Personen(gruppen) stehen und sich nur durch einzelne Buchstaben unterscheiden.

Die Ausbildung wird in Teilzeit stattfinden; ich wusste vorher nicht, dass das geht, aber es gibt zwischen halbtägigem und ganztägigem Vertrag noch ein Mittelding. Dreivierteltage, bekannter ist dieses Konstrukt allerdings unter „30 Stunden-Woche“. Ich bin froh, dass es so unkompliziert war, meine Stunden zu reduzieren. Ich bin noch lange nicht so belastbar wie ich es gern wäre, und diverse Arzttermine und BeWo-Stunden und Therapien gehen ja weiter, insbesondere Psychotherapie geht hoffentlich bald wieder los. Darüber wird es demnächst nochmal einen eigenen Post geben, denn das führt gerade zu weit, zumal ich noch keine finalen Überlegungen angestellt und somit auch keine konkreten Entscheidungen getroffen habe, wie es weitergehen soll und wird.

Trotzdem, ich bin froh, dass der Vertrag jetzt unterzeichnet ist. Schule beginnt (zum Glück) erst im November weil wegen Blockunterricht, und das Problem der passenden Firma hat sich vielleicht schon nächste Woche gelöst. Hoffe ich, denn das Vorstellungsgespräch lief echt gut und auch das, was ich auf der Homepage gelesen habe, scheint gut zu mir zu passen.

Ausbildung 2019 – Yes, I can.

Harry Potter saß im MRT und kuschelte mit Schafen.

Gestern saß ich im MRT. Eine seltsame Position – das eine Bein im Gelenkscan, das andere daneben auf einer Decke gelagert, Kopfhörer auf den Ohren, Sessel wie ein Untersuchungsstuhl beim Frauenarzt (nur ohne Fußstützen und in aufrecht sitzender Position) und Harry Potter. Harry Potter and the Goblet of Fire, um genau zu sein.
Das hatte ich so auch noch nie. Meine Brille und meine Ketten durfte ich anbehalten (und mein Plastikschäfchen mitnehmen), nur Schuhe und Hose musste ich in der Kabine lassen. Ich bin immer noch kein Fan vom MRT, aber das war definitiv aushaltbar. Besser aushaltbar als komplett festgeschnallt im MRT zu liegen, so konnte ich wenigstens meinen Oberkörper ein wenig vor- und zurückruckeln, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich mich bewegen muss, weil… ich weiß auch nicht. Ich glaube, es ist relativ normal, dass man das man dringende Bedürfnis hat, sich zu bewegen/an der Nase oder wahlweise sonstwo zu kratzen genau in dem Moment, wo man gesagt bekommt, dass man genau das jetzt für eine Weile nicht tun darf. Dank Gelenk-Scan blieb zumindest das dieses Mal aus.

Ergebnisse habe ich natürlich noch nicht; ich habe mir zwar die CD mit den Bildern angeschaut, aber außer schwarzen und weißen Schatten und der wagen Ahnung, dass das, was ich dort sehe, interessant wäre wenn ich denn genau wüsste, was dort zu sehen ist ja, mein Knie. Aber das ganze gibt’s ja auch noch in ein bisschen wissenschaftlich-biologischer, ne? sehe ich dort nichts. Zumindest nichts, was mich großartig weiterbringt. Ich habe heute morgen natürlich sofort noch bei meiner Orthopädin angerufen, aber dort habe ich erst für Ende September einen Termin bekommen. Das sind fast zwei Monate. Postwendend habe ich erneut im MRT-Zentrum angerufen, damit mir der Befund auch zugesendet wird, und nicht nur meiner Ärztin. Denn so lange mag ich nicht warten. Ich hasse Warten, und Warten auf Befunde ist gleich nochmal dreimal schlimmer. Mindestens. Und wenn ich auch auf den Bildern selbst nicht viel erkenne – im Befunde-Lesen bin ich mittlerweile geübt, zumal es ja auch großartige Seiten im Netz gibt, die einem den Text zur Not auch noch übersetzen. Dann weiß ich zumindest grob, woran ich bin. Zumal mein Schmerztherapeut sicher auch wissen mag, was nun ist und wie es (sporttechnisch vor allem) weitergehen kann und weitergehen wird.

Fortsetzung folgt. (Das war eine meiner liebsten Sendungen, als ich ein Kind war. Obwohl ich es immer wieder kaum abwarten konnte, bis ein neuer Teil kam, fand ich viele der Geschichten superspannend und habe sie gern angeschaut. Jackpot, wenn dann – alle paar Monate – eine komplette Folge kam, alle Einzelteile von Anfang bis Ende, ohne lästige Warterei dazwischen.)

Willkommen in Oz.

Der Himmel hat eine grünliche Färbung, die man mit etwas gutem Willen als „interessant“ betiteln kann. Nach einem völlig verregneten Tag hat vorhin endlich die Sonne geschienen; sobald sich die Wolken verzogen haben, dämmert es aber schon wieder. Komisches Wetter.

Ich sitze auf meinem Bett, den Laptop auf den Oberschenkeln und starre vor mich hin. Die Luft ist schon völlig durchlöchert, und meine Haltung wird (den Rückenschmerzen geschuldet) immer krummer.

Ich war heute morgen duschen, und ich meine, ich wusste, dass ich echt gutes Heilfleisch habe immerhin an allen möglichen Körperstellen mit Schnittwunden getestet; ganze Testreihen waren das…, aber ich war dann doch erstaunt, dass ich die Haut über meinem Tattoo komplett abziehen konnte. Ich creme fleißig weiter, aber es scheint bereits verheilt zu sein. Und das nach ziemlich genau 7 Tagen. Nicht schlecht, auch wenn es ja nur ein kleines Motiv war (das Pi, wir erinnern uns. Ganz große Liebe und so.). Ich bin aber ziemlich erleichtert, denn MRT-Termin. Nächsten Dienstag. Und das kann (wenn auch nur in seltenen Fällen) Probleme geben, gerade mit noch nicht abgeheilten Tattoos. So hat sich dieses Problem von selbst gelöst.

Gerade hat mein Wecker geklingelt – ich habe mir 3 Mal täglich Wecker gestellt, damit ich an meine Medikamente denke. Es sind immerhin fast 10 Tabletten, die ich schlucke, auf drei „Tablettenzeiten“ verteilt, und dank angeborener Verpeiltheit gab es schon öfter Tage, an denen ich es schlicht vergessen habe. Jetzt passiert mir das immernoch hin und wieder, aber in der Regel denke ich nun daran weil ich erinnert werde. Aber das zählt trotzdem. und freue mich am Ende des Tages, dass ich wieder 24 Stunden korrekte Medikamenteneinnahme hinter mir habe. So wie heute, wenn ich gleich noch meine Abendmedikation genommen habe. Mein 21:00 Uhr-Tabletten-Wecker hat nämlich gerade eben gebimmelt und mich an die (erstaunlich unbunten) Pillen erinnert.

Gute Nacht. Oder so.

3 Kreuze.

Manchmal frage ich mich wirklich, ob es als Arzthelferin zum guten Ton gehört, unfreundlich zu sein. Ich war heute dort, um sie ganz freundlich zu bitten, ob sie mir bitte einen Notfallcode auf die Überweisung pappt. Natürlich – sie hat es nicht getan. Stattdessen hat sie mir eine Liste mitgegeben, mit dem Hinweis „Dann müssen Sie halt weiter fahren, wenn es Ihnen beim ortsansässigen Radiologen zu lange dauert!“. Der Nachsatz „Aber das ist ganz allein IHR Problem.“ hing förmlich in der Luft. Ich atmete tief durch, nahm die Liste mit Praxen, bedankte mich artig und ging.

Letztendlich brauchte ich den Code aber gar nicht, ich habe auf Empfehlung in einer reinen MRT-Praxis angerufen und dort für nächste Woche Dienstag einen Termin bekommen. Und das auch noch im Gelenk-Scan und nicht im klassischen MRT, was für mich einem Jackpot gleichkommt. Ich. Hasse. MRT. Und zwar nicht, weil ich dabei Platzangst kriege, sondern weil ich immer hinterher Kopfschmerzen habe. Ständig dieses laute Summen und Tuten… brrrr. *schüttel* Grässlich.

Aber meine Knie erfordern das nunmal, ich habe den Tag größtenteils im Bett verbracht, liegend, und konnte mich kaum rühren. Zwar nehme ich für den Rücken Entzündungshemmer und dadurch wird das Treppensteigen erleichtert (im Sinne von wesentlich weniger schmerzhaft), aber alles in allem werden die Schmerzen immer noch von Woche zu Woche schlimmer. Und bis Ende Oktober warten (das wäre der nächstmögliche Termin in der näheren Umgebung) ist somit keine wirkliche Option gewesen.

So geht es für mich halt nächste Woche in die Landeshauptstadt. Und hinterher bin ich hoffentlich schlauer.

Trennung oder Mein Auto, meine Straße, mein Blog.

Mein Tattoo ist mittlerweile gestochen und auch schon halbwegs verheilt, soweit ich das beurteilen kann. Ich bin ein bisschen verliebt (was bei mir soviel heißt wie dass ich ständig auf meinen Arm schaue und mich freue, nicht direkt das Gefühl der Liebe… Gefühle und so, gar nicht meins, ihr wisst das ja…) und so froh, mich für dieses Tattoo entschieden zu haben. Das richtige Motiv zum richtigen Zeitpunkt, würde ich mal sagen.

Es war hier mal wieder ziemlich ruhig – das liegt zum einen an meiner momentanen Gemütslage (quasi nicht vorhanden; im Gegensatz zu den frischen Schnittwunden an meiner linken Schulter. Im rl hat das allerdings bis jetzt keiner mitbekommen. Denn wieder konnte ich erzählen, als ich leichten Verletzungsdruck hatte, aber sobald dieser Druck höher wurde aka ich mich entschieden hatte mich verletzen zu wollen und Klingen kaufen gegangen bin, bin ich verstummt. Aktuell weiß keiner wirklich, wie es mir geht.), zum anderen an einem Ereignis, das hinter den Blog-Kulissen stattgefunden hat. Auch jetzt werde ich da nicht großartig drauf eingehen – es fühlt sich falsch an, lang und breit darüber zu texten, und im Grunde gehört es hier auch nicht wirklich hin. Andererseits eben doch, weil das ist mein Blog. Und mein Blog, meine Regeln. Ich entscheide, ich schreibe, ich bin. Nach zwei absolut toxischen Beziehungen bin ich in eine Freundschaft Plus geschlittert; definitiv nicht toxisch, aber wir sind an Grenzen gestoßen. Deshalb habe ich es mehr oder weniger beendet. Trotzdem bin ich froh darüber, dass es diese F+ gab, möchte die Erfahrung nicht missen und finde es schade, dass es so enden musste. Mehr wird hier zu diesem Thema aber nicht zu lesen sein.

 


 

Funfact: Ich habe mich gestern auf meiner WP-Startseite umgeschaut. Und dabei festgestellt, dass man einen monatlichen Betrag zahlen muss, um mit WP wiederum überhaupt Geld verdienen zu können. Augenscheinlich paradox, würde mich aber trotzdem mal interessieren, ob sich das überhaupt rentiert, wenn man noch weit von den 100 Followern entfernt ist oder davon, auch nur ganz regelmäßig jeden Tag zu bloggen.

 

Morgen.

Morgen bekomme ich mein zweites Tattoo. Größentechnisch wird es ähnlich meinem ersten (Reminder: Das Semikolon), aber das Motiv wird ein völlig anderes. Auch ein Symbol, aber diesmal ein Mathematisches. Das Zeichen der Zahl Pi. Nicht nur liebe ich Mathematik und diese Zahl, sondern meine Ausbildung beginnt bald, und zusätzlich habe ich am Pi-Day Geburtstag (wer googeln kann, kennt nun zumindest den Tag und den Monat meines Geburtstags – herzlichen Glückwunsch dazu.). Die tupfenschwester gibt die Hälfte dazu, und ich habe diese Woche so gut gewirtschaftet, dass ich die andere Hälfte diese Woche „übrig“ habe.

Ich freue mich schon. Ahhhhhh.